Dateinamen und TAB-Taste

Für einen problemlosen und effizienten Umgang mit Dateinamen gibt es einige einfache Regeln.

  1. Verwende nur Zeichen aus dem 7-Bit-ASCII-Zeichensatz, also weder Umlaute noch Akzente. Das ist insbesondere für Remote-Dateisysteme wichtig.
  2. Verwende keine special characters der Shell. Das sind Zeichen, die eine besondere Bedeutung haben. Leerzeichen und Klammern sind z. B. pfui.
  3. Ideal sind Zeichen aus der Menge [a-zA-Z0-9_.–].
  4. Wenn du auf Großbuchstaben [A-Z] verzichtest, sparst du dir das Drücken der Shift-Taste.
  5. Achte darauf, dass sich die Dateinamen innerhalb eines Ordners bereits nach möglichst wenig Buchstaben eindeutig voneinander unterscheiden. Dadurch wird die Benutzung der TAB-Taste zur Vervollständigung der Dateinamen viel effizienter.

Anmerkungen

zu Nr. 1: Das Remote-Verzeichnis kann auf anderen Rechnern mit anderem Zeichencode eingebunden sein. Bei dir sieht der Dateiname Die_Schöne_und_das Biest.mp4 gut aus, auf anderen Rechnern muss das aber nicht der Fall sein.

zu Nr. 2: Die special characters der Bash sind in deren man-Page im Kapitel DEFINITIONS genannt. Vermeide sie in Dateinamen. Leider wird diese Regel viel zu häufig aufs Übelste verletzt. Oft sind es Programme oder Systeme, die solche Kack-Namen (z. B. »Dokumente und Einstellungen«) automatisch erzeugen. Ganz schlimm sind Programme, die Dateinamen aus den ID3-Tags von Musikdateien erzeugen. Da sind in einem einzigen Dateinamen Leerzeichen, Zeichen aus dem erweiterten ASCII-Zeichensatz (oder Unicodezeichen) und Klammern (z. B. das Erscheinungsjahr in eckigen Klammern) zu finden.

zu Nr. 5: Die Mächtigkeit der TAB-Taste wird oft unterschätzt. Oft reicht ein einzelner TAB, um einen langen Dateinamen einzufügen.