Dateinamen und TAB-Taste
Für einen problemlosen und effizienten Umgang mit Dateinamen gibt es einige einfache Regeln.
- Verwende nur Zeichen aus dem 7-Bit-ASCII-Zeichensatz, also weder Umlaute noch Akzente. Das ist insbesondere für Remote-Dateisysteme wichtig.
- Verwende keine special characters der Shell. Das sind Zeichen, die eine besondere Bedeutung haben. Leerzeichen und Klammern sind z. B. pfui.
- Ideal sind Zeichen aus der Menge [a-zA-Z0-9_.–].
- Wenn du auf Großbuchstaben [A-Z] verzichtest, sparst du dir das Drücken der Shift-Taste.
- Achte darauf, dass sich die Dateinamen innerhalb eines Ordners bereits nach möglichst wenig Buchstaben eindeutig voneinander unterscheiden. Dadurch wird die Benutzung der TAB-Taste zur Vervollständigung der Dateinamen viel effizienter.
Anmerkungen
zu Nr. 1: Das Remote-Verzeichnis kann auf anderen Rechnern mit anderem Zeichencode eingebunden sein. Bei dir sieht der Dateiname Die_Schöne_und_das Biest.mp4 gut aus, auf anderen Rechnern muss das aber nicht der Fall sein.
zu Nr. 2: Die special characters der Bash sind in deren man-Page im Kapitel DEFINITIONS genannt. Vermeide sie in Dateinamen. Leider wird diese Regel viel zu häufig aufs Übelste verletzt. Oft sind es Programme oder Systeme, die solche Kack-Namen (z. B. »Dokumente und Einstellungen«) automatisch erzeugen. Ganz schlimm sind Programme, die Dateinamen aus den ID3-Tags von Musikdateien erzeugen. Da sind in einem einzigen Dateinamen Leerzeichen, Zeichen aus dem erweiterten ASCII-Zeichensatz (oder Unicodezeichen) und Klammern (z. B. das Erscheinungsjahr in eckigen Klammern) zu finden.
zu Nr. 5: Die Mächtigkeit der TAB-Taste wird oft unterschätzt. Oft reicht ein einzelner TAB, um einen langen Dateinamen einzufügen.